Alpen Flair Part 2 mit LUSTFINGER, TRUCK STOP, SUBWAY TO SALLY und ANTHRAX

Tag 2!!! Nach wenig Schlaf, durch die extreme Hitze im Zelt oder das laute Dröhnen aus der Boxe meines Campnachbarn, gönne ich mir zuerst – verstrubbelt – eine Zigarette.
Danach wird mal aufgestanden und dann gibts einen kleinen Spaziergang in den Dorfladen in Natz. Der Weg ist wunderschön. Überall wo man hinsieht, stehen Reben. Einfach Traumhaft. Wenn ich mal auswandern werde, dann ist Südtirol sicherlich eine Option. Was natürlich auch ungewohnt war, im Vergleich zu anderen Festivals, ist die Freundlichkeit der Menschen. Überrall wird freundlich gegrüsst. Man spürt förmlich den Respekt.
Egal ob man von Deutschland, Österreich, Italien, Schweiz oder sonst wo herkommt, an diesem Festival sind prinzipiell alle Südtiroler. Darum gehe ich auch so gerne an das Festival. Nirgendwo ist die Verbundenheit unter einander grösser, als in der Deutsch Rock Szene. Nicht mal im Metal Bereich ist dies so gross.
Man ist hier wirklich wie eine grosse Familie.
Na gut zurück zum Tagesablauf.
Nachdem ich den Dorfladen besuchte, ging es mit dem Bus runter in die Stadt nach Brixen.
Ziel der Übung, ist der FREI.WILD Shop Rookies and Kings.
Ich brauchte unbedingt ein neues FREI.WILD Shirt. Nachdem ich dies erledigte, ging es rasch zurück mit dem Taxi.
Da mein Programm um 14:00 Uhr auf der Flair Stage weitergeht, musste ich meine Kamera einsatzfähig machen, damit ich dann startklar war.
LUSTFINGER:
Es ist nun soweit. Bei dieser Band geht es um Horizont Erweiterung. Wie sich sicherlich viele denken können, gibt es einen Grund warum ich diese Band sehen wollte. Wisst ihr den Grund? Klar es ging mir nur um den Namen. Mir gefiel dieser so sehr, dass ich der Band eine Chance geben wollte. Zunächst gab es ein bisschen Recherche Arbeit für mich. LUSTFINGER ist einer der ältesten Deutschen Punk Bands. Ihr Gründung geht zurück ins Jahr 1981.
Komisch das ich die Band bisher nicht kannte, da ich sehr bewandert bin in der Deutsch Punk Welt. Na gut ich lass mich gerne überraschen.
Mit leichter Verspätung versammelten sich die Mitglieder auf der Bühne.
Der Sänger Tom Fock stellte sich vor, als die Band HELENE FISCHER und er sei HELENE FISCHER. Im Vergleich zum ersten Tag bei ARTEFUCKT, waren sehr wenige Leute zugegen. Das könnte einige Gründe geben. Da hätten wir die nicht aufhörende Schweine Hitze, fehlendes Interesse oder schon ein bisschen Müdigkeit. Das stört mich nicht. Auch wenn der erste Tag auch bei mir spuren hinterliess, wird mein Progeamm durchgezogen. Zum Glück bin ich Hartnäckig da mir die Deutschen LUSTFINGER sehr gut gefielen. Der Tag war allerdings sehr speziell für Drummer Tommy Wagner. Er feierte an diesem Tag Geburtstag. Da gab es natürlich von den Fans ein ständchen oder zwei. Immerhin waren die wenigen Fans in Feierlaune. LUSTFINGER zeigten einen soliden Auftritt. Im Herbst sollte das neue Album rauskommen, da hatten die Jungs doch mit „Niemals vergessen“, „Bier“ und „Bumsilaki“, drei neue Songs im Petto. Am besten gefiel mir natürlich der Song „Bier“. Na klar es geht um mein Lieblingsgetränk. 
Also ich werde sicherlich diese Band weiter im Auge behalten.
TRUCK STOP:
Jetzt sieht man, dass dies kein Metalfest ist. Mit den Deutschen von TRUCK STOP, gibt es jetzt eine richtige prise Country auf die Ohren. Ich wollte diese nur sehen, da ich die durch meinen Vater kenne, aus Kindheitstagen. TRUCK STOP zählt zu den einfluss reichsten Country Bands Deutschland. Sie sind besorgt, gute laune zu verbreiten. Dies ist allerdings nicht schwer. Mir sagte schlussendlich die Band zu wenig zu. Sie waren klasse unbestritten. Die Fans tanzten und feierten, so wie es sich gehört. 
Plötzlich flog ein BH auf die Bühne, der, der Gitarrist versuchte anzuziehen. Da dies nicht wunschgemäss klappte, hängte er sie an den Mic Ständer.
SUBWAY TO SALLY:
 Hier hätten wir wieder eine Band, die ich erst kürzlich am Greenfield Festival sah.
Hier wird es schon schwer etwas neues zu schreiben, da der Auftritt ziemlich gleich war, wie in der Schweiz. Ich war froh, dass sich Sänger Eric Fish in gleicher Spiellaune befand wie damals. Auch wenn es wenniger Zuschauer waren wie am Greenfield, lieferten sie eine klasse Vorstellung ab.
Mich fasziniert halt jedesmal vorrallem Violine Spielerin Ally Storch. Dass sie mit ihren Ellen langen Haaren keine Probleme kriegt auf der Bühne ist mir jedesmal ein Rätsel. Auch ihr Violine Solo war einfach klasse. Ein wunderschönes Instrument, die von einer schönen Maid gespielt wird. Es macht jedesmal Spass den Spielleuten von SUBWAY TO SALLY zu zusehen.
Jetzt gibt es allerdings ne kleine Abweichung. Am Greenfield waren die Fans sehr Textsicher und sangen den Text von „Julia und die Räuber“ um die Spielleute auf die Bühne zu holen. Am Alpen Flair war das nicht der Fall. Die Spielleute kamen zwar wieder auf die Bühne, aber die Menge musste den Text erst verinnerlichen. Nach ner weile ging das und damit wurde ein erneut starker Auftritt von SUBWAY TO SALLY beendet.
ANTHRAX:
Erneut wieder eine Band die ich dieses Jahr schon sah. Das Jahr läuft wohl unter dem Motto der Wiederholungen. Trotzdem freute ich mich wie ein Kleinkind auf einer der Big Four Thrash Metal Bands. Die Freude rührt vorrallem daher, dass ich bei den ersten drei Songs im Fotograben war und ich die Jungs rund um Sänger Joey Belladonna, hautnah erleben kann. Im Fotograben positioniert, liessen die Amis noch auf sich warten. Mir fiel nichts besseres ein, als ANTHRAX rufen anzustimmen. Verblüfend, dass sehr viele Fans dann einstimmten. Plötzlich wars soweit. Joey Belladonna, Scott Ian, Frank Bello und Jonathan Donais stürmten die Bühne. Mit dem Song „Among the Living“ ging es los ohne rücksicht auf Verluste. Als Fotograf war vorrallem schwer Sänger Joey einzufangen. Er war flink wie ein Wiesel.
Während dem knipsen, funktionierte plötzlich nichts mehr. Die Speicherkarte war voll. Da hiess es schnell einige Bilder zu löschen, dass ich von ANTHRAX noch genug Bilder bekomme. Gegen Ende meines Fotografen Jobs, machte ein Freund vorne beim Gitter auf sich aufmerksam und zeigte auf den Boden. Was ich da sah war einfach genial. Es waren zwei Plektren von Basser Frank Bello. Ich hob diese auf und gab eine davon dem Freund und der andere behielt ich für mich. Die Fans waren ausser rand und band. In den ersten Rheien wurde das Haupt so richtig gebangt. Ich verzog mich dann in VIP Bereich zurück holte mir zuerst ein Bier und sass hin. Ich musste unbedingt einige Fotos löschen nicht dass mir das wieder passiert. Da ich die Band allerdings sehr gut kenne, wusste ich jedesmal welcher Song gespielt wurde.
Da hätte man zum Beispiel „Got the Time“, „Breathing Lightning“ oder „Medusa“. Es war wirklich sagenhaft. Der stärkste Auftritt von ANTHRAX den ich bisher sah.
 

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