AWOLNATION – „Run“ am 13. März

AWOLNation ist ein besonderes Projekt. Sänger Aaron Bruno ist ein besonderer Mensch und „Run“ ein spezielles Album.© danny@metalnews.ch

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Der besondere Track zur ganzen Geschichte ist „KOOKSEVERYWHERE!!!!“, eigentlich so etwas wie ein Punksong – mit Pop und Elektro-Touch. Und damit entlarvt sich die Truppe auch gleich – keine einfache Genrezuordnung, kein konkreter Style. Das bedeutet, dass ich mich nicht darüber auslassen kann, was alles nicht genretypisch ist an der Band.

Dann schauen wir doch etwas genauer hin, was Aaron Bruno zu bieten hat – er ist definitiv der Mastermind, der kreative Kopf hinter der Band.

«Auf dieser Platte ist jede einzelne Sekunde sorgfältig zugeordnet», erläutert Bruno. «Jedes einzelne Element dient einem Zweck»

Da kann man sagen was man will, die Musik mögen oder nicht – die Produktion ist musikalisch perfekt, das Album von der ersten bis zur letzten Note stimmig.

awolnation

Klar, ich würde mir etwas mehr Rock wünschen – „Dreamers“ ist in dieser Beziehung mein Favorit, einer der Anspieltipps. Das geht ganz schön ab.

Das Gegenteil davon, eine Hymne ist „I Am“. Hier spielt Aaron während viereinhalb Minuten seine stimmlichen Qualitäten aus. Der Track ist ein absoluter Virus, eine Hookline, die dir nach dreissig Sekunden ins Fleisch fährt, deinen Organismus so schnell nicht wieder verlässt. Im Übrigen klingt der Song irgendwie britisch – in meinen Ohren wenigstens – was wiederum die Stimme, die Choralparts und auch die Instrumentierung ausmachen. Eigentlich kann ich das nicht erklären – ist einfach so!

Wer sich nicht vorstellen kann, was ich damit meine, genehmige sich das Video „Kill Your Heroes“.

 

https://www.youtube.com/watch?v=L4MzF53je5M

 

Da ist „Sail“ inklusive Video deutlich amerikanischer. „Sail“ war der Durchbruch der Band auf ihrem letzten Album „Megalithic Symphony“ – den Track gibt es hier:

 

https://www.youtube.com/watch?v=tgIqecROs5M

 

Es gibt verschiedene Tracks, bei denen das Elektro-Potenzial hoch ist. „Windows“ zum Beispiel ist ein solcher Track, allerdings klingt er gesanglich wie eine Ballade und vereinigt rockige Elemente mit Groove und viel Bass.

Das kann man eigentlich zum gesamten Album sagen – es gibt Drums und Beats zuhauf.

Und es gibt Songs, die sind verunglückt, vermögen mich nicht zu überzeugen – „Lie Love Live Love“ gehört dazu. Technisch perfekt arrangiert, jeder Ton sitzt und dennoch vermag mich der Titel nicht zu überzeugen. Das ist mir zu seicht, viel zu viel Pop und shalalah. Schade um den Gesamteindruck.

 

Der geneigte Leser und Kenner meiner Präferenzen weiss längst, dass es sich hier um keine Metalband handelt, kein ass-kick-Rockalbum vorliegt – klar!

 

Und dennoch vermag mich AWOLNATIONs neuestes Machwerk zu überzeugen – vielleicht einfach, weil es ein besonderes Werk eines besonderen Musikers ist – und ganz schön crazy!

 

Wer also Indie mit einem gehörigen Schuss Elektro, Pop und etwas Rock mag – die Scheibe darf man sich durchaus antun. Und wer die Band live hören will, am 27. März spielen die Jungs im M4Music in Zürich.

 

 

LineUp

 

Gesang | Aaron Bruno

Lead-Gitarre | Christopher Thorn

Schlagzeug | Hayden Scott

Bass, Hintergrund-Gesang | David Amezcua

Rhythmus-Gitarre, Keyboard, Hintergrund-Gesang | Kenny Carkeet

 

Online

 

http://awolnationmusic.com/

https://www.facebook.com/AWOLNATION

 

 

Tracklist

 

  1. Run
  2. Fat Face
  3. Hollow Moon (Bad Wolf)
  4. Jailbreak
  5. KOOKSEVERYWHERE!!!!
  6. I Am
  7. Headrest For My Soul
  8. Dreamers
  9. Windows
  10. Holy Roller
  11. Woman Woman
  12. Lie Love Live Love
  13. Like People, Like Plastic
  14. Drinking Lightning

 

Genre                                                       Indie Rock

Land                                                         Deutschland

Label                                                        Red Bull Records

 

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