Bad Moon Rising? – JOHN FOGERTY am ROCK THE RING

Wer kennt sie nicht – CREEDENCE CLEARWATER REVIVAL?

Eine der bedeutendsten Bands der Rockgeschichte, Woodstock-Grössen, Kultkapelle der Hippie-Ära und Lieferant unzähliger Hits.

1959 als THE BLUE VELVETS gegründet, benannten sich die Jungs 1967 in CCR um und veröffentlichten 1968 ihr erstes, selbstbetiteltes Album und brachten 1969 mit „Bayou Country“ jene Platte heraus, auf welcher ihr typischer Sound zum ersten Mal zu hören war.

Obwohl sie weder im Film noch auf dem Album zum Woodstock-Festival zu hören oder sehen waren, spielten sie dort als Co-Headliner neben GRATEFUL DEAD. Dass sie in den Bild- und Tondokumenten nicht auftauchten hatte damit zu tun, dassJOHN FOGERTY die technische Qualität der Aufnahmen als zu schlecht empfand.

CCR lösten sich bereits 1972 wieder auf, hatten in dieser Zeit aber sieben Studioalben und jede Menge Hitsingles veröffentlicht.

Und eben jener JOHN FOGERTY stand 50 Jahre nach der Gründung von CCR auf der Bühne des diesjährigen ROCK THE RING in Hinwil. Kurze Zeit vor ihm hatte BONNIE TYLER dieselbe Bühne gerockt. Sie hätte das gesamte Programm mit eigenen Hits belegen können.
Hätte FOGERTY sämtliche CCR-Hits gespielt, hätte das Konzert bis weit in die Nacht hinein gedauert. Hier nur eine Auswahl dessen, was er hätte präsentieren können.


Suzie Q, Part I & II (Juni 1968) -I Put a Spell on You / Walk on the Water (Oktober 1968) – Proud Mary / Born on the Bayou (Januar 1969) – Bad Moon Rising / Lodi (April 1969) – Down on the Corner / Fortunate Son (Oktober 1969) – Travelin‘ Band / Who’ll Stop the Rain (Januar 1970) – Up Around the Bend / Run Through the Jungle (April 1970) – Lookin‘ out My Back Door / Long as I Can See the Light (Juli 1970) – Hey, Tonight / Have You Ever Seen the Rain (Januar 1971) – Sweet Hitch-Hiker / Door to Door (Juli 1971) – Someday Never Comes / Tearin‘ up the Country (März 1972) – Molina / Sailor’s Lament (1972) – I Heard It Through the Grapevine / Porterville (1970)


Natürlich hat er einige dieser Hits auch in Hinwil gespielt und damit das bedient, weshalb die Fans gekommen waren. Ansonsten muss man leider zugeben, dass das Konzert eher wenig faszinierend war. Nach einem endlos langen Introfilm, der die gesamte CCR-Geschichte aufrollte, spielte FOGERTY eine Menge CCR-Tracks und etwas von seinem eigenen, bei uns praktisch unbekannten Material. Klar, für einen Siebzigjährigen hat er eine gute Show geboten, hat gezeigt, dass er sein Handwerk noch immer beherrscht und sich zurecht im Ruhm seiner früheren Tage gesonnt. Schliesslich hat er praktisch alles geschrieben, was CCR gross machte. Das allein macht aber noch kein grosses Konzert aus – leider.

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