Enslaved und Support am 01.12.2017 im Z7

Die Grossmeister des Viking Metal ENSLAVED luden zum Progressiv Metal Abend in Pratteln.

Mit zwei Bands als Support versprach dies ein interessanter Abend zu werden. Die Halle war optisch verkleinert zum Mini-Z7, gespielt wurde aber auf der grossen Bühne, zum Glück für uns Fotografen. So hatten wir den Komfort des Fotograbens während den jeweils ersten drei Songs.


ZATOKREV


Den Abend eröffneten die Lokalmatadoren aus Basel. Das relativ kurze Set des Openers begeisterte das noch etwas verteilt stehende Publikum mit atmosphärischen bis schrill verzerrten Gitarren Einlagen. Die Mischung aus Doom Metal und Post Hardcore wirkte sehr organisch und die Band versprühte auch mit ihren tiefen Tönen und niedriger Geschwindigkeit sehr viel Energie.


ADIMIRON


Die Progressive Metal Band aus Rom spielte vergleichsweise mit eher ruhigeren, gelasseneren, ja teilweise fast melancholischen Klänge auf. Was nicht heisst, dass dahinter weniger Druck war, ganz im Gegenteil. Der Sänger Sami El Kadi wirkte streckenweit wie in anderen Sphären, völlig eingetaucht in die Musik, und dann wieder auf den Punkt sehr präsent. Eine faszinierende Mischung aus hart und nachdenklich, nicht nur in der Musik, sondern auch optisch.


ENSLAVED


Mittlerweile war die Halle anständig gefüllt, auch die letzten Nachzügler eingetroffen. Die Norweger zogen sogleich das Publikum in ihren Bann und eröffneten ihr Set mit „Storm Son“ von ihrem neuesten Album „E“. Ein passender Opener, verbinden sich hier alle Elemente, von atmosphärisch getragenen Keyboard-Klängen und Clean Gesang über harte Gitarren Riffs und gutturalem Gesang zu sehr schnellen Schlagzeug Beats. Weiter ging es mit einem Streifzug durch die Discografie von ENSLAVED, mit 14 Alben kann man da aus dem Vollen schöpfen.

Dynamisch und sehr gut aufgelegt wirkten die Norweger auf mich, auch zwischen den einzelnen Titeln verlor der Sänger Grutle Kjellson mit launigen Sprüchen und Titelansagen den Draht zum Publikum nie. Sehr stimmig inszeniert war auch die Licht und Nebel Show (wenn auch nicht gerade des Fotografen Traum, aber zum Anschauen einfach genial).


Auch wenn ich im Vorfeld dieses Konzertes noch gesagt habe, dass sich diese Bands vermutlich eher ausserhalb meiner Wohlfühlzone präsentieren, wurde ich eines Besseren belehrt. Alle drei vermochten mich zu fesseln, auch wenn mir einige Stilelemente in der Regel weniger zusagen würden, vom ersten bis zum letzten Lied wurden diese so verwendet, dass es jeweils ein rundes, sehr stimmiges und faszinierendes Gesamtbild ergab.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.