Im Gespräch mit UNZUCHT

Vor dem einzigen Konzert in der Schweiz im Zuge der Widerstand Tour nahm sich UNZUCHT Zeit für ein ausführliches Gespräch.

claudia@metalnews | Im gemütlichen Bistro vom Oxil in Zofingen traf ich auf Sänger Daniel Schulz, Schlagzeuger Toby Fuhrmann und Bassist Alex Blaschke.


Die deutschen Dark Rocker waren dieses Jahr ja bereits zweimal in der Schweiz, am Greenfield Open Air und mit Eisbrecher in Zürich. Dieses Mal allerdings sind sie der Headliner. „Wir spielen unser ganzes Programm und man ist natürlich auch ein wenig aufgeregt, wie die Leute reagieren. Da versteckst du dich dann halt nicht hinter dem Headliner“, erklärt Daniel.

Unterwegs sind sie mit ihrer ersten Live CD/DVD namens Widerstand, da will ich natürlich mehr wissen, auch ob da von Anfang an eine Tour damit geplant war.

Daniel: Wir wollten schon immer gerne eine Live DVD machen. So ganz am Anfang einer Band macht das jetzt auch keinen Sinn, wir sind ja noch nicht so lang unterwegs. Jetzt war einfach der Zeitpunkt gekommen, wo wir vier Alben draussen haben. So dass man praktisch einen Arbeitsbeleg hat, dass die Menschen, die uns noch nicht live erlebt haben, im Fernsehen sehen können, was wir für eine Energie freisetzen.

Alex: War jetzt nicht von vorne herein geplant, dass wir auf Tour gehen damit. Aber das sind unsere einzigen eigenen Shows dieses Jahr, ne?  (wendet sich fragend an seine Kollegen)

Toby: Nein, wir waren ja auch schon in Finnland und Russland, aber in Deutschland sind es die Einzigen, und jetzt in der Schweiz die Erste.

Alex: Wir dachten, da kann man den Leuten auch mal etwas zurückgeben. Wir haben die ganze Zeit Support gespielt, jetzt können wir auch noch zeigen, was wir sonst so machen.

Toby: Die Idee war ja auch früher schon da, aber dadurch dass wir relativ viel Output haben, war jetzt der richtige Zeitpunkt. Weil dieses Jahr kein neues Album kam, kann man das ruhig mal machen.

Als ich da beim Stichwort neues Album einhaken wollte, kriege ich erst Antworten unter Lachen wie „Setz und nicht unter Druck!“ und „Lass dich überraschen!“. Danach führt Toby es noch ein wenig aus und erklärt, dass es zwar geplant ist, nächstes Jahr damit voranzukommen, es aber noch keine Termine gibt.


Es gibt ja auch ein aktuelles Album, über das ich noch mehr wissen wollte, unter anderem ob man vor so einer Live Aufnahme eigentlich besonders nervös ist.

Daniel: Wir waren schon ein wenig aufgeregt, aber als wir dann auf der Bühne waren, war es komplett cool.

Alex: Wir haben überlegt, was kann man denn machen und so, und sind alle zum gleichen Schluss gekommen, wir spielen einfach unsere Show wie immer. Der einzige Unterschied war, das jetzt halt Kameras dabei sind.

Toby: Wir wollten das einfach mal festhalten. Im ersten Teil des Jahres hatten wir keine Clubshows in Deutschland gehabt, nur ist die DVD erst danach rausgekommen. Sollte das nochmal passieren, können sich die Leute zumindest die DVD reinziehen. Dass  sie nie ganz ohne so ein bisschen Unzucht live Feeling auskommen müssen.

Daniel: Wir haben ja extra unseren Live Mischer genommen und nicht einen Studiomenschen und ich finde das kommt richtig gut rüber. Klingt wirklich wie wir live klingen und es ist auch kein Schnitt drin, auch zwischen den Songs nicht, das ist wirklich genau das Programm so wie es gespielt wurde. Man sieht nur nicht wie wir von der Bühne gehen, weil da wurde die Tonaufnahme irgendwie schon gestoppt.

Alex: Man muss dazu sagen, es ist schon eine gute Aufnahme geworden. Das spiegelt das ganz gut wieder, aber richtig dabei sein ist natürlich viel geiler.

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