Im Gespräch mit UNZUCHT

Die Band erwähnte ja bereits Finnland und Russland als Tourstopps, aber auch viele andere nicht deutschsprachige Länder haben sie bereits besucht. Wie Spanien, Frankreich…

Daniel: Tschechien, Ungarn, wo waren wir denn noch überall? Also UK komplett, mit Schottland.

Toby: Irland waren wir noch nicht, das steht noch auf der Liste.

Daniel: Mir hat natürlich Spanien ganz viel bedeutet, als Halbspanier das erste Mal überhaupt in Spanien zu spielen. Madrid hat uns so gefeiert.

Alex: Madrid werde ich nie vergessen, von der ersten bis zur letzten Sekunde sind die bei uns als Vorband ausgerastet, als wären die noch nie auf einem Konzert gewesen, das war schon krass.

Daniel: Schon Barcelona war krass, aber Madrid war eines der geilsten Konzerte, das ich je erlebt habe.


Unzucht singt in Deutsch, was vermutlich die meisten Fans in diesen Ländern nicht verstehen. Da ich persönlich die Texte ganz besonders mag, stellt sich mir natürlich die Frage, wie das von den nicht deutschsprachigen Fans gelöst wird.

Alex: Ist ja eigentlich schön zu sehen, das die Musik auch so ankommt (lacht)

Daniel: Das ist auch spannend, es gibt immer ein Teil, die auch die deutschen Texte mitsingen. Und ganz krass war es in Russland. Da bin ich vorher über Facebook kontaktiert worden, ob wir nicht die Setlist vorab schicken könnten. Nee, das soll ja eine Überraschung sein! Ist ja blöd, wenn die Setlist vorher schon rumgeht. Aber sie wollten die Texte lernen und mitsingen, sie könnten ja nicht alle Texte lernen.

Alex: Doch! (allgemeines Gelächter)

Daniel: Dann hab ich mit den Jungs gesprochen und wir schickten die Setlist dann rüber. Da standen dann ganz viele Russen bei uns vor der Bühne und haben dann zumindest die Refrains eins zu eins mitgesungen. Ganz viele übersetzen sich das dann auch. Es gibt auch viele, die zu den Shows kommen, die dann auch Deutsch lernen. Das ist total abgefahren.

Alex: In Russland ist auch ein Mädel zu uns gekommen, die wegen uns einen Deutschkurs macht, weil sie die Texte verstehen möchte.

Daniel: Zwischen den Liedern im Ausland sagt man dann schon zumindest das Thema, um das es geht, damit die Leute eine Idee haben. Der Rest funktioniert dann tatsächlich über die Atmosphäre des Songs

Toby: Das stimmt, das ist jetzt auf der Tour so gewesen, dass in London und Moskau mehr Leute waren als in Wien. Also liegt es scheinbar nicht nur an den Texten, dass die Leute zum Konzert kommen wollen.


Die Drei waren allgemein sehr beeindruckt von dem Engagement ihrer Fans. Unter anderem betreffend Bandtattos, die sich einige stechen lassen.

Daniel: Erstmal verwundert das einen, dass Leute so einen Enthusiasmus für deine eigene Musik entwickeln, für deine Band, aber es ist total schön. Das ist auch mit den Tätowierungen so. Dieser Moment, als ich das erste Tattoo von uns gesehen habe, da hat ein Typ den Schriftzug über den kompletten Unterarm. Er hat uns das gezeigt und ich war wie vom Donnerschlag gerührt. Und seither kommen auch irgendwie wöchentlich neue Tattoos dazu. Das ist unfassbar, eine unglaubliche Ehre. Ich war schon ein bisschen baff, als ich mir selber vom Unterarm einer Frau entgegen schaute, das erste Portrait von mir, das ich tätowiert gesehen habe.

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