KISSIN DYNAMITE und MAXXWELL

lars@metalnews.ch | Nachweihnachtliches KABUMM im Hall of Fame!!!!

Nach üppigen Mahlzeiten zu Weihnachten mit der Familie kam ein perfektes Verdauungsprogramm auf uns zu. Wie kann man die Weihnachtszeit wohl am besten zelebrieren? Natürlich geht das nur mit einem gewaltigen Heavy Metal Konzert.
Auf der Speisekarte stehen MAXXWELL aus der Schweiz und als Headliner sind die fulminanten KISSIN DYNAMITE aus Deutschland am Start.

Das Hall of Fame wächst mir immer mehr ans Herz. Sei es das symphatische Team oder die nette charmante Bedienung an der Bar.
Im vornherein wurde angekündigt, dass es etwas spezielles geben wird da es die letzte Show im Hall of Fame sein wird im Jahr 2017.
Etwas war speziell. Ihr eigenes Merchandise wie Hoodie, CD und andere waren massiv runtergesetzt. Z.b. erhielt man den Hoodie schon für 49 Franken anstatt 89 Franken.
Da liess ich mich nicht zweimal drum bitten und schlug zu.
Danach gab es noch etliches gequatsche mit bekannten Gesichter. Da ich beide Bands an diesem Abend nicht sonderlich gut kenne, hörte ich um und es gab nur pisitives Feedback.
Dann kann ja das Fest beginnen. Lassen wir nochmals das Hall of Fame in Schutt und Asche legen.


MAXXWELL:

Zunächst waren die Luzerner Hard Rocker am Zuge zu beweisen was in ihnen steckt.
Ohne Anlaufschwierigkeiten legten sie ein schwindelerregendes Tempo hin.
Zur frühen Stunde zogen die Herren das Publikum in ihren Bann. Mit viel Dynamik und Energie begeisterten die Herren auf sämtlicher Ebene.
Die senkrecht starter bewiesen, dass man sie aus der Schweizer Rock Szene nicht mehr wegdenken kann.
Das Publikum zahlte enormen Tribut den Schweizern. MAXXWELL ist sehr vielschichtig. Kein gewöhnlicher Rock/Heavy Metal.
Dies bewiesen sie auch mit ihrem Sänger Gilberto ‚Gilbi‘ Meléndez der erst seit 2014 mit dabei ist.
Er bringt durchaus den nötigen Kick mit der MAXXWELL braucht.
Um dies zu beweisen, gab es für alle Rockfans eine derbe Überraschung. Beim Song „Independent“, fing dieser Herr Gilbi tatsächlich an zu Growlen. Mein Kinnladen knallte dabei heftig nach unten. Total überrascht, fasziniert oder begeistert, ging es eine Weile bis sich mein Kinnladen davon erholte.
Echt geil und mal wirklich etwas neues. Plötzlich kamen errinnerungen auf an TRIVIUM.
Der Moment wenn MAXXWELL einen auf TRIVIUM macht.
Ich komme auch jetzt noch nicht aus dem staunen heraus.
Alle die dieses Spektakel verpasst haben, gibt es nächstes Jahr genug Möglichkeiten dies nachzuholen. MAXXWELL tourt nächstes Jahr mit SHAKRA durch die Schweiz.
VERPASST DIES NICHT!!!!


KISSIN DYNAMITE:

Ein extremer Maasstab wurde vorgegeben. Jetzt liegt es an den Deutschen KISSIN DYNAMITE. Seit ihrer Gründung 2006 haben sie schon eine grössere Fanbase zussammengestellt.
Früher waren sie eher dem Glam Metal zuzuordnen, heute dagegen eher dem Heavy Metal/Hard Rock verschrieben.
Das Augenmerk fiel zuerst auf Sänger Johannes Braun. Mit enormer Energie, ähnlich wie ein Duracell Hase hoppelte er auf der Bühne hin und her.
Da wäre aber auch sein Bruder Ande Braun der seine Saitenkönigin perfekt misshandelte.
Neben dem Brudergespann gab es auch zwischen Gitarrist Jim Müller und dem Bassisten Steffen Haile einen immer währenden Bitchfight auf der Bühne. Immer neckten sich die zwei. Mal wurde ein bisschen an den Haaren gezogen oder mal ein bisschen gestossen. Sehr amüsant dies zu beobachten.
Nach ein paar Songs meinte dann Sänger Hannes, dass unser Arsch 90 Minuten ihnen gehöre. Es scheint als hätte niemand wirklich ein Problem damit.
Trotz den wahrscheinlich überfressenen Festtage, waren die zahlreich erschienen Leute in ausgewogener Feierlaune. Der Band hatts sehr gefreut. Anscheinend seien wir das beste Schweizer Publikum das sie je hatten.
Auch ich musste sagen, dass diese Feierlaune in der Schweiz nicht selbstverständlich finde. Oftmals sind die meisten Zuschauer in einer Black Metal lethargie gefallen.
Solch Publikum macht mich Stolz und auch die Bands an diesem Abend haben nichts anderes verdient als solch ein geiles Publikum.
Nach ca. 90 Minuten war die Show zu Ende. 

Mit einer Zirkusnummer (Sänger Hannes stand auf den Schenkeln von Bassist Steffen und Gitarrist Ande in der Mitte und mit dem Rücken zur Crowd reckte Gitarrist Jim seine Saitenkönigin in die Höhe) verabschiedeten sie sich.
Eine geniale Show der Jungs. Das nächste Mal werde ich sicherlich wieder dabei sein.

Fazit:Wieder ein gelungener Abend im Hall of Fame. Mit solcher Qualität oder Herzblut wie dort gearbeitet wird, ist klar warum mir die Location immer mehr ans Herz wächst.
Ein Nachwheinachtliches KABUMM!!! nach meinem Geschmack.
Ich freue mich schon regelrecht auf die nächsten Events im Hall of Fame im Jahr 2018.
Bis bald.
SUPPORT YOUR FAVORITE ROCK CLUB!!!!

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