MEGAHERZ im Z7

Der Winter hat die Schweiz noch fest im Griff. Überall wo man hinsieht war Schnee zu sehen. Immerhin ist vorübergehend die Eiseskälte aus Sibirien vorbei.

Text: Lars Müller | Bilder: Claudia Chiodi
Auch winterliche Temperaturen hindern einen wahren Konzertjunkie nicht, an die nächste Show zu gehen. Diesen Samstag wurde einiges geboten. Im Casino Wohlen gab es die nächste Ausgabe der Swiss Metal Masters und im Metal Tempel stand kompromissloser NDH auf dem Programm.
Mit OOMPH und RAMMSTEIN gehören MEGAHERZ zu den ältesten Bands in diesem Genre.
Seit 1993 treiben MEGAHERZ ihr unwesen.
Für die Namensgebung wurden sie von Bands MEGADETH und WILDECKER HERZBUBEN inspiriert. 25 Jahre prägen die Herren schon die Metallandschaft. Allerdings ist nichts mehr Original an der Truppe. Das letzte Gründungsmitglied war der charismatische Sänger Alexander „Alexx“ Wesselsky. Allerdings verliess er MEGAHERZ im Jahre 2003 und gründete die populäre Truppe EISBRECHER.
MEGAHERZ liess sich von den etlichen Besetzungswechseln nie beirren und lieferten weiterhin kompromisslose Musik.
Seit 23. Februar steht nun ihre neue Scheibe „Komet“ in den Läden eures vertrauens.
Mit SCHATTENMANN stand noch eine sehr interessante NDH Formation auf der Bühne.
Den Opener Slot wurde übernommen von ANNA LUX. Da stand wieder eine Horizonterweiterung auf dem Programm.


ANNA LUX:
Hier entsteht jetzt ein mickriger Bericht.
ANNA LUX ist eine Mischung aus Dark Rock und Dark Pop.
Stilrichtungen die mir überhaupt nicht zusagen. Auch den meisten Zuschauer war anzusehen, dass ANNA LUX ihnen nicht zusagte. Allerdings stand ein bekanntes Gesicht auf der Bühne.
Die Rede ist vom Schlagzeuger Rico H.
Dieser Herr ist auch hinter der Schiesbude der Schweizer NDH Formation STONEMAN anzutreffen.
Auch wenn mir ANNA LUX so gar nicht gefällt, werde ich nichts schlechtes darüber berichten, da es einfach nicht meinen Musikgeschmack trifft.
Einzig und allein konnte ich der schönen Stimme von Anna etwas abgewinnen. Damit hätte es sich schon. Als Support Act eigentlich völlig falsch am Platz.


SCHATTENMANN:
Mit der NDH und Industrial Formation aus Deutschland, wurden das Tempo, die Intensivität und Stärke enorm angezogen.
Mit Kapuzen und neonfarbenen Gitarren und Gesichtern und auch das Kabel vom Mikrofon leuchtete grün, im dunklen Saal sah das echt geil aus. Leider waren auch hier der grösste Teil der Zuschauer im  Winterschlaf.
Obwohl das Z7 recht gut besucht war, vermisste man die Lautstärke der Zuschauer.
Nur einmal wurde es laut, als Sänger Frank Herzig die Zuhörerschaft fragte „Habt ihr Bock auf Ficken“. Da schrien natürlich wieder alle, es kam mir vor als wären alle total untervögelt.
SCHATTENMANN hatte einiges zu bieten. Dadurch, dass sie erst am 2.3 ihr Debutalbum „Licht An“ auf den Markt brachten, sollte doch allen klar sein, dass ausschliesslich Songs aus diesem Album gespielt werden. Soviel ich weiss, war das auch ihr Debut auf Schweizer Bühnen. Da kann ich nur sagen, dass sie einen sehr starken und symphatischen Eindruck hinterliessen.
Von mir aus hätte ANNA LUX zuhause bleiben können und dafür hätte SCHATTENMANN länger auf der Bühne bleiben können.
Etwas Spezielles durfte eine Zuschauerin noch erleben. Wie ich mitbekommen habe, hat sie bei einem Gewinnspiel bei metalnews.ch gewonnen und durfte bei einem Song auf die Bühne. In der Zeit verpasste ihr Sänger Frank Herzig eine Maske. Somit war der kurze Moment für sie vorbei. War sicherlich ein Riesenerlebniss für die Frau.


MEGAHERZ:
„Vorhang auf…. Der Tanz beginnt… Zeigt eure Arme, singt mit dem Wind. Seid ihr dabei?“
Mit diesem Song aus dem neu erschienen Album „Komet“ übernahmen MEGAHERZ die Spielwiese.
Der Song „Vorhang auf“ animierte förmlich zum Mitsingen.
Der Sänger Alexander „Lex“ Wohnhass hatte natürlich auch sein Baby dabei. Seinen Baseballschläger Mikrofonhalter. Ist wohl eine schwächer Version von Lucille aus der beliebten Serie The Walking Dead.
Wer dachte, dass die Stimmung beim Headliner besser werden würde, der hat falsch gedacht. Auch wenn ein wenig mehr Zuschauer mitmachten, war dies nicht würdig.
Auch beim Song „Zombieland“ blieb es relativ ruhig im Z7.
Wenn man einen Blick zum Drummer riskierte, sah man ein neues Gesicht. Der heisst Tobias Derer und ist erst seit diesem Jahr mit von der Partie.
Leider konnte ich wegen der Zugverbindung nicht lange bleiben. Der letzte Song war „Horrorclown“. Mein Lieblingssong von der neuen Scheibe ohnehin. Währenddessen schwenkte Alexander noch die Amerikanische Flagge.
Auch wenn es an einem Samstag war und ich genügend Möglichkeiten gehabt hätte, mit Nachtzügen nach Hause zu kommen, war es mir doch wichtig mich genügend zu erholen für das Konzert von KORPIKLAANI, ARKONA, HEIDEVOLK und TROLLFEST einen Tag darauf.


Fazit:
Ein erneut gelungener Konzertabend erreignete sich wie des öfteren im Z7.
Soundqualität wie auch die komplette Arbeit des gesamten Z7 Teams, gab es nichts zu bemängeln. Einzig allein die Fanstimmung war traurig.
In diesem Sinne, ein grosses dankeschön an alle beteiligten.

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