METALMAYHEM meets Ostersonntag und TO THE RATS AND WOLVES

Metalmayhem in Zusammenarbeit mit Ostersonntag presents: 8KIDS, VENUES, DESASTER KIDS & TO THE RATS AND WOLVES im KIFF Aarau.
lars@metalnews | Wie kann man einen Ostersonntag am besten zelebrieren? Klar, mit einem geilen Konzert.
Mühevoll schlepp ich meinen müden Körper ins Kiff nach Aarau. Warum dann so müde? Dies ist mein 6. Konzert in 6 Tagen. Bevor mein Redakteur noch seinen Senf dazu gibt, ICH MACHE DAS WIRKLICH FREIWILLIG!!!
Zu Beginn war die Freude gross, da es hiess, dass das Konzert im Saal stattfindet. Das wäre eine Premiere für mich. Leider zu früh gefreut. Wahrscheinlich durch schlechte Vorverkaufszahlen wurde dieses Konzert ins Foyer nach unten verlegt.
Dies soll der Freude keinen Abbruch tun. Das der Abend alles andere als gemütlich wird, konnte man dem Line Up entnehmen. Nicht weniger als 4 Bands stehen auf dem Programm. Alle kommen aus Deutschland. Von den 4 Bands sind mir allerdings nur der Headliner TO THE RATS AND WOLVES ein Begriff. Diese Deutsche Gruppe weist Ähnlichkeiten auf mit SHOOT THE GIRL FIRST oder THE BROWNING. Der Grund für die Ähnlichkeiten sind ihr Stil, indem sie Trance Elemente mit Metal vereinen. Bei 8KIDS, VENUES und DESASTER KIDS muss ich mich allerdings überraschen lassen.
Wie das ganze Line Up harmonierte, wo die Soundqualität litt und ob die Vorbands einen herben Druck auf den Headliner ausüben, könnt ihr in den nächsten Zeilen vernehmen.
8KIDS:
Das erste Unbekannte steht für mich an. Es herrschen auch keine Vorkentnisse über die Band. Da musste ich mich ein bisschen schlau machen. Das ganze in ein Genre zu packen ist nicht ganz einfach. Nach meiner Meinung wäre dies Post – Hardcore allerdings; nach ihrer Facebook Seite nennen sie sich Rock Musik mit Geschrei.
Dies fand ich allerdings nachvollziehbar.
So wirklich schlecht waren die 2 Jungs und die Dame am Drumset nicht, nur wusste ich nicht genau was ich von 8KIDS halten soll.
So leid mir das tut, weil symphatisch waren sie allemal, finden 8KIDS den Weg in mein Repertoire nicht.
Was ich trotzdem anmerken muss, dies war trotz allem ein gelungenes Aufwärmprogramm.
Setlist 8KIDS:
01. Blitzschlag
02. Über dem Berg
03. Bordstein
04. Kann mich jemand hören
05. Alles löst sich auf
06. Dämonen
07. Zeit
VENUES:
Wie bei 8KIDS, ist auch bei den Stuttgartern eine Frau am Start. Ihr Name ist Nives und sie übernimmt den Cleangesang. Robin heisst der, der für den Scream zuständig ist.
Das Ganze war sehr ansehnlich und sie machten recht Stimmung. Allerdings litt hier ein bisschen die Soundqualität. Die grandiose Stimme von Nives hörte man prächtig dafür ging der Scream von Robin unter, was sehr schade war.
VENUES gefiel mir sehr. Was ich an Metalcore sehr schätze, ist das Zusammenspiel von Clean und Scream. Im Vergleich zu vorhin erwachte das Publikum allmählich aus dem Osterschlaf. Das liegt zum einten am guten Auftritt der Band und auch an der Sympathie. Wie vorhin endete auch der Auftritt nach kurzen 30 Minuten.
Setlist VENUES:
01. Intro
02. Ignite
03. My true North
04. Fragment
05. Epilogue
06. Roses
07. Nights
DESASTER KIDS:
So, die Hälfte ist geschafft. Von einem Teil der Zuschauer konnte man vernehmen, dass sie sich über den Auftritt von DESASTER KIDS freuen. Bin ich doch mal gespannt was mich hier erwartet. Von Beginn weg kam Druck auf und sie legten stark los. Mörderische Breakdowns dürfen natürlich auch nicht fehlen.
Zum erstenmal an diesem Abend wurden auch die Nackenmuskeln strapaziert. Ein schmerzhaftes Gefühl für meine ohnehin schwer geplagte Muskulatur im Nackenbereich. Trotzdem fand ich noch Kraftreserven, um zu feiern.
Bisher ist dies der stärkste Auftritt an dem Abend. Es machte Spass, vor Allem, weil sie mit dem Gitarristen Iain Duncan einen echten Scherzbold in ihren Reihen haben.
Auch der Scream von Andi Phoenix war klasse. Ein echt gelungener Auftritt. Man sagt nicht ohne Grund aller guten Dinge wären drei.
Setlist DESASTER KIDS:
01. 030
02. Deathgaze
03. I do what I do because fuck you
04. Famefamefame
05. Break down the walls
06. Lawless
07. New song 
08. Harlot killer
09. Sicksicksick
TO THE RATS AND WOLVES:
Endlich ist es soweit. Auf die Band, habe ich mich am meisten gefreut. Die 2012 gegründete Trancecore Band aus Essen hat bisher 2 Alben und eine EP auf den Markt gekriegt. Natürlich werden wir Songs von beiden Alben zu hören kriegen. Ihre letzte Scheibe „Dethroned“ erschien sogar erst letztes Jahr.
Zu Beginn dröhnte erst einmal Hip Hop aus den Boxen und jeder Metalhead oder Corekiddie wurde zum Hip Hopper und fing an zu Bouncen. Das ganze war sehr amüsant. Das zählte wohl zum Intro. Als die Band auf der Bühne stand, konnte man auch bemerken, dass der Clean Sänger Nico Sallach nicht dabei war. Dieser wurde für die Tour durch Stefan ersetzt. Keine Angst, dies ist nicht dauerhaft. Mit Erschrecken musste ich feststellen, dass die Soundqualität auch hier wieder litt. Das sind ungewohnte Probleme im Kiff. Die Scream Stimme von Dixi Wu konnte man kaum hören. Wenn man nicht auf die Bühne sah, konnte man meinen, dass nur Clean gesungen würde. Dies war sehr schade, da Dixi Wu eine klasse Scream Stimme hat.
Nichts desto trotz gaben die Jungs Vollgas und zeigten warum sie Headliner sind. Auch die Fannähe war genial. Sie wollten mit uns feiern und dies gelang auch. Etwa in der Hälfte des Konzertes wurde ein Kollege von mir auf die Bühne gerufen, weil er am lautesten nach Bier rief. Auf der Bühne angekommen, merkten sie, dass kein Bier vorhanden sei, so gab im Bassust Stani seinen Becher mit Gin Tonic. Dies nahm er dankend an und kippte das runter bis auf einen kleinen Schluck den er verschüttete.
Kurz danach wurde er noch zum Stage Diven geschickt. Der Ersatz Sänger meinte dann kurze Zeit später, dass ihn die Schweiz entjungfert hätte, da er noch nie auf der Bühne auf die Schnauze fiel. Das kam vom verschütteten Tropfen Gin Tonic.
Der ganze Spass ging natürlich unbeirrt weiter. Bassist Stani traute sich mal nach unten in die Mitte um die Leute anzuspornen einen Circle Pit zu voll ziehen und dies gelang auch während er weiterhin in der Mitte stand.
Es war ein hammergeiles Konzert von TO THE RATS AND WOLVES.
Immer wieder gerne. So viel Flamme und Freude steckte in der Band. So soll es sein. Richtig sympathisch.
Dann kommt noch eine traurige Geschichte für die Männer Metal Gemeinde.
Beim typischen Geschlechtermessen, wer lauter ist, mussten wir Männer leider für einmal den Kürzeren ziehen.
Setlist TO THE RATS AND WOLVES:
01. Intro
02. Suburban
03. YUW
04. Blackout
05. Deepthroat
06. The Game
07. Schoolyard
08. Prototype
09. Love at first Bite
10. Riot
11. Wild at Heart
12. Starting all Over
13. Anywhere
14. Kill the DJ
Fazit:
Ein gelungener Abend mit prinzipiell keiner schlechten Band. Für einmal stimmte auch komplett die Reihenfolge der Bands. 
TO THE RATS AND WOLVES waren mit Abstand die beste Band an dem Abend und sie machten genau das, was man von einem Headliner erwartet. Pure Energie, auch wenn die Soundqualität beim ganzen Auftritt nicht besser wurde. Ansonsten ein riesen Dank an Metalmayhem und das Kiff und natürlich an sämtliche Bands an diesem Abend.

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