SANCTUARY und CONTORSION in der Musigburg Aarburg

Eigentlich hätte das Konzert erst einen Tag nach dem ich von den Metal Days in Slovenien zurück kam auf dem Programm gestanden.
Da ich aber die Metallischen Festtage, wegen massiver persönlicher Probleme frühzeitig beenden musste, war ich sehr ausgeruht und hatte genug Energie für ein weiteres Konzert in meiner Lieblingslocation Musigburg, belastet mit der üblichen  Doppelarbeit Foto und Schreiben. (Anmerkung der Redaktion; mimimimi ;-))
An diesem Sonntagabend sollten zwei Bands die Location zum Brodeln bringen.
Zum einen wäre da die beste Thrash Metal Band der Schweiz: CONTORSION. Die Aargauer dürfen mal wieder ein Heimspiel geniessen.
Vor einigen Monaten durfte ich die Thrash Metal Formation kennenlernen, sowohl persönlich als auch musikalisch. So oder so hauten mich die Jungs schon damals weg.
CONTORSION ist eine Thrash Metal Band ganz nach meinem Geschmack. Ich hegte keinen Zweifel, dass dies an diesem Abend anders sein würde.
Als Headliner waren die Amerikaner von SANCTUARY am Start. Bei dieser Band fehlt mir allerdings das komplette Wissen. Wie schon öfter wollte ich mich gerne Überraschen lassen.
Eines war mir klar, sie würden sich massiv ins Zeug legen müssen, um den Headliner Status zu rechtfertigen. Es bestand nämlich die Gefahr, dass diese Band von den Schweizern an die Wand gespielt wird.


CONTORSION


Zeitpunkt: 20:15 Uhr.

Es war Zeit für die geilste Schweizer Thrash Metal Band. Auf der Bühne konnte man sehen, dass schon das Drumset des Headliners SANCTUARY stand und rechts davon das Drumset von CONTORSION. Das würde für die fünf Aargauer eine enge Gelegenheit, obwohl eng ein dehnbarer Begriff ist.
Schon einige Fans hatten den Weg rein in den Club gefunden. Aber wie so oft konnte man das typische Schweizer Fan-Verhalten beobachten. Das heisst, man kennt die Band nicht, daher muss man einen Sicherheitsabstand zur Bühne einhalten.
Da Sänger Marc Torretti wusste, dass von unserer Webzine eine Review folgen wird, händigte er mir vor Beginn noch die Setlist aus. Durch das Studieren der Setlist konnte ich erahnen, dass es für meinen Nacken recht zur Sache gehen würde.
Mit dem Song „The Plague of Virtuality“ begannen die Herrschaften und schon jetzt hiess es abwechselnd saufen, fotografieren, mitgrölen und headbangen.
Das kann auf Dauer sehr anstrengend sein, obwohl ich nach 105 Konzerten in diesem Jahr daran gewöhnt bin.
Trotz anfänglicher Probleme mit der Soundqualität (man hörte den Sänger kaum), hiess das Motto Vollgas. Marc Torretti und Co. präsentierten sich in exzellenter Form.
Obwohl die Songs und das Gezeigte sehr stark war, wurde dies von den lahmarschigen Fans nicht goutiert.
Etwa eine Handvoll der Besucher wusste wie man sichbei geilem Thrash Metal bewegen muss.
Wir lassen uns davon mal nicht beirren und feiern weiter.
Dass auf der Bühne wenig Platz vorhanden war, merkte man auch bei den Gitarristen Simon und Jon sowie beim Bassisten Dani, die sich kaum bewegen konnten.
Im Vergleich zur Plattentaufe gab es eine Live Premiere zu feiern, nämlich den Song „Isolation“.
Auch mit dem Song „Gods of the Sun“ kam ein Track der recht selten Live gespielt wurde.
Natürlich durfte auch zum Schluss „Thrash Metal Domination“ nicht fehlen – so wird ein CONTORSION Konzert beendet.
Wäre es nach mir gegangen, hätten sie auch länger spielen dürfen.

Setlist CONTORSION


01. The Plague of Virtuality

02. United Zombie Nations
03. The Privilege of War
04. Gone too Far
05. This Lying Breed
06. Unconditional Hate
07. Planet Parasite
08. Gods of the Sun
09. Isolation
10. Rise and Fall
11. Thrash Metal Domination


SANCTUARY


Jetzt konnte ich mich überraschen lassen, da ich diese Band überhaupt nicht kannte.

Was mich am meisten interessierte war, ob die Herren ihrem Headliner-Status gerecht werden würden.
Als sie auf der Bühne standen, fiel vor allem der Cowboyhut des Sängers auf.
Da es keinen Fotograben gab, wurde es für mich sehr mühsam, da sich alle an die Bühne quetschten und uns Fotografen keinen Platz liessen.
Allerdings musste ich nach ca 30 Minuten sagen, dass mir diese Band überhaupt nicht gefiel, besonders die Stimme des Sängers Warrell Dane. Daher strich ich die Segel und ging frühzeitig nach Hause.
SANCTUARY war aus meiner Sicht kein würdiger Headliner. CONTORSION waren um Längen besser.


Setlist SANCTUARY


01. Arise

02. Serpent
03. Exitium
04. Die
05. Seasons
05. Future
06. White
07. Existance
08. Frozen
09. Sun
10. Battle
11. Mirror
12. Eden
13. Soldiers
14. Sanctuary
15. Taste


Fazit


In erster Linie bedanke ich mich bei Ronald, der mir eine kurzfristige Akkreditierung ermöglichte. Obwohl mir der Headliner nicht gefiel, lohnte es sich allein wegen CONTORSION den Weg anzutreten.

Die Aargauer Thrash Metaller waren für mich der eigentliche Headliner. Eine Band die ich immer wieder ansehen kann.
Wie gewohnt, kann man an der Musigburg nichts bemängeln.
Die Soundqualität lag auf gewohnt hohem Niveau, einzig bei SANCTUARY liesss die Soundqualität zu Beginn zu wünschen übrig.
(nochmals eine Anm. der Redaktion; wir entschuldigen uns in aller Form, dass unser sonst so hochkompetenter Lars eine Band wie SANCTUARY nicht kannte. Geht gar nicht 😉 )

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