Schweizer Metalszene im Mittelpunkt im Guss 39 in Bülach.

Ein reiner Schweizer Metal Abend erwartete das Publikum im GUSS 39.
Fünf Bands mit unterschiedlichen Stilrichtungen durften uns zeigen, was in ihnen steckt.
ANAM KARA, CALICO, EXPELLOW und ABINCHOVA sind die vier Bands, die ich gut kenne und auch schon Live erleben durfte. Die fünfte Band ANDORPHIN kannte ich nicht, daher musste ich mich überraschen lassen.

ANAM KARA:


Als erstes durften die Symphonic Metaller aus dem Aargau beginnen.

Das Guss 39 war zu diesem Zeitpunkt sehr gut besucht. Waren sicherlich auch einige Freunde der Band dabei.
ANAM KARA ist bei weitem keine typische Symphonic Metal Band. Sie erinnert mich daher ein bisschen an die Band LEAVE’S EYES. Der Grund ist, dass die Herrschaften rund um Sängerin Sophie, Scream Vocals durch den Bassisten Flo anbieten. Sowas ist echt geil. Ansonsten könnte es schnell zu langweilig werden.
Der grosse Showmaster der Band war allerdings Gitarrist Jonathan, der mit seiner Beweglichkeit und kapriolen wie ein Star auftritt.
Auch die Stimmen der Sophie und des Screamers Flo vermochten zu überzeugen.
Ein sehr starker Beginn, eines langen Konzert Abends.
 

ANDORPHIN:


Als nächstes standen die Zürcher von ANDORPHIN auf der Bühne.

Ich kann dies schon vorneweg nehmen, dass für mich diese Band die Schlechteste war an diesem Abend.
ANDORPHIN ist eine Band die nicht einfach zu kategorisieren ist. Es gibt einige Genre-Einflüsse. Das Einzige, dass mir annähernd gefiel, waren die zu kurzen Scream Parts. Ansonsten war das überhaupt nicht mein Fall.

CALICO:

Zum dritten Mal standen die Winterthurer Piraten von CALICO auf der Planke. Mittlerweile wird es echt schwer darüber zu schreiben, da ihr letzter Auftritt, den ich sah, nicht so lange her ist. Es hat sich auch prinzipiell nichts geändert. Die Setlist ist die gleiche und mittlerweile ist auch bekannt, dass die Piraten schon jetzt eine ansehnliche Fangemeinde hat.

Der Auftritt war sehr solid, wenn auch nicht der stärkste, den ich bisher zu Gesicht bekommen habe.
Der Gitarrist Nico hatte einen modifizierten Gitarrengürtel, indem noch Shot Fläschchen verborgen sind. Der Sänger Phip schnitt ihm mit einem Schwert die Kehle durch um ihm ein solches zu klauen und übergab das jemandem von den Zuschauern. Nach dem Konzert erhielt ich auf Anfrage auch ein Solches.
Etwas gibt es noch zu berichten.
Dreimal konnte ich das Potential der Piraten bestaunen und zweimal war Bassist Fabian verletzt. Beim ersten Mal war sein Finger kaputt und jetzt hatte er was am Fuss. Wäre mal interessant zu wissen, wie er das genau schafft.

EXPELLOW:

Drei Bands waren zu ende und jetzt kam der stärkste Act des Abends. Die Rede ist von der Zürcher Hardcore Formation rund um Frontröhre Mik.

EXPELLOW errinnert mich auch stillistisch an die Old School Hardcore Band MADBALL.
Zu fotografieren war diese Dame bei weitem nicht einfach. Sie sprang und rannte herum wie ein Gummiball.
Zu Beginn waren die Zuschauer noch recht skeptisch, aber plötzlich fingen die ersten paar Reihen an. Man sah immer mehr beim Headbangen und plötzlich gab es immer mehr Mosh Pits und auch Circle Pits. Zudem wurde noch ein Wall of Death gefordert. Es wurde Position eingenommen und gewartet, dass es losgeht.
Wie des öfteren bei einem Wall of Death gab es ein paar die zu früh losrannten. An die Männer die zu früh losrannten: hoffentlich seid ihr nur dort zu früh und nicht irgendwo anders. (Anm. d. Red. – was meinte der wohl?)
Nach 40 massiv schweisstreibenden Minuten war der stärkste Act diesen Abends leider zu Ende. Wer dies verpasst hat, hat am 27.10 die Möglichkeit, EXPELLOW mit INFECTED RAIN in der Met Bar Lenzburg zu bestaunen.
Ich kann euch sagen, dass sich dies lohnt.

ABINCHOVA:


Zu guter letzt sind noch die Lozärner Melodic Death/Folk Metal Band von ABINCHOVA am Start.
Trotz Headliner Status hatten die Lozärner einen schweren Stand. Nach vier Support Bands waren natürlich schon Einige sehr müde. Sehr wahrscheinlich auch der Tontechniker, da es bei ABINCHOVA die schlechteste Soundqualität des Abends gab. War wirklich schade. Auch ich war langsam richtig müde, weshalb ich nicht mehr alles zu sehen bekam. Fünf Bands an einem Abend ist einfach zu viel finde ich.
Somit hört hier meine Berichterstattung auf.

Fazit:

Was soll man da schon sagen. Es war ein durchaus gelungener Abend.

An diesem Tag konnten die Schweizer Metal Bands zeigen, was in ihnen steckt. Überrascht hatte mich vor allem die Zuschauerzahl. Es kamen wesentlich mehr als ich erwartet habe. Das erfreute natürlich mein Herz ungemein.
Auch die Soundqualität war sensationell ausser beim Headliner wo es zu schwächeln begann.

Ein Kommentar

  • Roger

    Nun Lars, ich war an diesem Abend auch im „Guss“. Der andere Knipser. 😉 Dir sind doch einige gute Shots gelungen, was bei diesem nicht vorhandenen Licht (selbst mit Räbeliechtli wäre es heller gewesen) nicht selbstverständlich war.

    Persönlich fand ich die Bands durchwegs gut, nur beim Soundmix gehe ich gar nicht mit Dir einig.
    Diesen Tontechniker hätte ich schon nach den ersten Takten gefeuert.
    Wenn sich auf der Bühne, ein Mädel mit einer geilen Stimme, als Leadsängering den Hintern aufreisst und ich hör nix von ihr, dann hat der Kerl am Mischpult, seine Ohren zu Hause gelassen, einen Tinitus oder ist ganz einfach unfähig. Schlimm war, dass es bei allen 5 Bands gleich übel war.

    Einzig Nik konnte sich etwas aus diesem Brei abheben, aber die ist ja eh ein Erdbeben sondergleichen und auch von mir eine Empfehlung.

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