MISS MAY I und Konsorten im Dynamo

MISS MAY I, FIT FOR A KING, VOID OF VISION & CURRENTS im Dynamo am 31.1.2018
 Die Metalcore Woche wurde beendet. Zuerst war am Montag FALLING IN REVERSE im Dynamo und jetzt stand MISS MAY I auf derselben Bühne.
Obwohl ich mich auf den Headliner freute, war wohl mein Highlight mehr FIT FOR A KING.
Schon seit jahren verfolge ich die Truppe aus dem Bundesstaat Texas. Nun hatte ich endlich die Gelegenheit sie live zu sehen.
An diesem Abend standen vier Internationale Metalcore Bands auf der Bühne. Das kann ja lustig werden, vor allem weil einige wissen, was ich von den Violent Dancing halte, was des öfteren an Metalcore Konzerten vorkommt.
Nun fertig mit dem Gelaber und lasst die Breakdowns auf uns nieder.

CURRENTS:


Schon vornweg. Bei dieser Truppe gibt es keine Fotos, da ich leider ein wenig zu spät kam. Trotzdem kann ich ein wenig zu dieser Truppe berichten.

Am Ort des Geschehens angekommen, versuchten die Herren aus Amerika das Publikum einzuheizen. Dies gelang nur spärlich. Vereinzelt sah man Headbanger am Werke. Typisches Fan Verhalten bei Vorbands, die man nicht kennt.
Auch ich ging ohne Vorbelastung ins Geschehen und lauschte den Metalcoreklängen. Zunehmend vermochten CURRENTS mich zu überzeugen. Allen voran die Scream und Clean Stimme von Brian Wille.
CURRENTS hat ein riesiges Potential, um ^ sich in der überproduzierten Metalcore Szene längerfristig zu behaupten.
Auch die Abwechslung zwischen dumpfen, düsteren wie auch melodiösen Instrumental Parts gelangen dem quintett perfekt.
Da noch drei Bands anstanden, war ein bemerkenswerter Auftritt nach 30 Minuten zu Ende.

VOID OF VISION:


Als nächstes standen die Australier von VOID OF VISION auf dem Programm. Zunächst dachte ich, dass die mir Fremd sind. Beim genaueren betrachten des Sängers Jack, kam mir der Gedanke, dass die doch nicht so unbekannt für mich sind. Beim durchstöbern meiner unzähligen Berichte ging mir ein Licht auf. Vor einem Jahr hatte ich schon ein aufeinandertreffen mit denen im Kofmehl. Damals als Supporter von CHELSEA GRIN.

Ich nannte damals den Sänger einen Zirkusaffen auf Speed und daher konnte ich das ganze nicht ernst nehmen. Jetzt zurück in die Gegenwart. Im Vergleich vor einem Jahr trug er keine schwulen Leggins mehr. Das ist schon ein gewaltiger Pluspunkt. Somit konnte ich mich auf die Musik konzentrieren.
Sänger Jack war zwar auch dieses mal Speedy Gonsalez auf der Bühne, aber er lies den Hampelmann zu Hause. Jetzt konnte ich die Metalcore Truppe aus Melbourne wieder ernst nehmen.
Jack hatte eine grandiose und kraftvolle Scream Stimme. Zwischendurch half Basser Matt und Gitarrist James noch mit Clean Vocals aus. Das ruinierte einiges da die Clean Stimme eher wie ein Katzengejammer anhörte. Solange diese nicht zur Geltung kam, konnte ich VOID OF VISION endlich ernst nehmen. Eine starke und junge Band.

FIT FOR A KING:


Nun kamen wir zum ersten Höhepunkt für die meisten. Die Texaner von FIT FOR A KING war die letzte Station vor dem Headliner.

Wie die wilden, wurde von Beginn weg der Tarif durchgegeben. Zum ersten mal an diesem Abend erzitterte das Dynamo. Harte und schnelle Breakdowns dominierte das Konzert. Die Stimmung brodelte und endlich sah man auch Bewegung in den Fan Rheien. Die einten kreisten ihre Schädel und einige andere gaben sich dem Violent Dancing zu. Auch wenn ich mit diesem Quatsch nichts anfangen kann, weiss ich wo ich stehen soll ohne das mich das nervt.
Somit konnte ich FIT FOR A KING geniessen.  Obwohl durch das exzessive headbangen schmerzen auftauchten. Schon im Fotograben konnte ich nicht still stehen ohne mein Haar zu kreisen.
Ein echt geiler Auftritt kriegte das Dynamo zu sehen.
Allen voran der Motor Ryan Kirby präsentierte seine Stimme auf hohem Niveau. Leider hielt die Soundqualität nicht immer stand. Teilweise war er zu leise eingestellt.Es schmälerte aber keineswegs den bisher besten Auftritt des Abends. MISS MAY I wurde gefordert.

MISS MAY I:


Der Abend neigte sich dem Ende zu.

Mit den Amerikanern von MISS MAY I war das Metalcorequartett vollständig.
Sänger Levi Benton und seine Mannen betraten die Spielwiese. Lauthals wurde MISS MAY I skandiert. Ein sehr lobenswerter Empfang für die Herren.
Obwohl MISS MAY I erst seit 12 Jahren bestand hat, gibt es mittlerweile kein vorbeikommen. Mit der aktuellen Scheibe „Shadow Inside“, vom letzten Jahr, wurde erneut bewiesen wie talentiert die Band ist. Ins Auge fällt auch meistens Sänger Levi Benton mit seiner blonden gelockten Mähne.
Als Fotograf muss man echt noch aufpassen, dass man nicht gepeitscht wird von seinen Haaren.
Mittlerweile kochte das Dynamo. Das war der letzte Tropfen der das Fass zum überschwemmen brachte. Schon zu vier Begegnungen kam ich mit der Formation. Allerdings waren diese Auftritte nie so gewaltig und stark wie derjenige im Dynamo.
Die Stimmung war geandios und MISS NAY I setzte immer wieder einen drauf. Mosh Pits, Circle Pits und einen Wall of Death kamen zu stande.
Es machte spass den äbermotivierten Amerikanern zuzusehen. Auf eindrückliche Art und Weise wurde ihr Stellenwert in der Szene dargestellt.
Einfach nur beeindruckend oder wie eine Kollegin von mir sagte paralysierend, hypnotisch oder einfach nur geil. Dem kann ich durchaus beipflichten.
Leider geht jeder schöne Moment einmal zu Ende. Leider auch dieser. Alke die MISS MAY I verpassten, keine Sorge sie kommen regelmässig in die schöne Schweiz.

Fazit:


Das Dynamo hielt dem Metalcore Inferno durchaus stand. Ein gelungener Abend auf peaktisch allen ebenen. Mit CURRENTS lernte ich zudem noch eine geile Band kennen, die ich garantiert weiter im Auge behalten werde.

Ein top organisiertes Konzert. Ein riesiger Dank geht an Mainland, die mir ermöglichten, über dieses Konzert zu schreiben.
Natürlich möchte ich mich auch bei sämtlichen Protagonisten bedanken, die einen Super Job auf der Bühne machten. Gerne wieder.

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