Newcomer in Luzern – SPH Bandcontest

Der SPH Bandcontest bietet jungen Bands die Gelegenheit, sich vor anderen zu beweisen.

Text: Benjamin Trittibach und Bilder: Alexandra Rothlin 

Doch sie kämpfen nicht bloss, um auftreten zu können sondern um weiter zukommen und evt. an einem Festival oder sogar auf einer eigenen Tour zu spielen und das ganze unterstützt von den SPH Veranstalter.

Das Voting bestand aus drei Juroren und dem Publikum, das durch Onlinevoting für ihre zwei Lieblingsbands des Abends abstimmen konnten.

An diesen Samstag fand das Regionalfinale im Treibhaus Luzern statt.

Es traten sieben verschiedene Bands auf, die jeweils 20 bis 30 Minuten spielen konnten. Die Spielzeiten von den Bands wurden kurz vor Beginn bekannt gegeben, um zu verhindern, dass das Publikum nur für „ihre“ Band kam.

Als erstes traten PRIVATE BLEND auf. Die Gruppe bestand komplett aus Männern. Die Band begann mit nur einem Mann auf der Bühne und immer passend zum Song kamen die einzelnen Mitglieder auf die Bühne und übernahmen ihr Instrument.

Mich freute es sehr, dass sie eine Trompetenspieler dabei hatten und nicht nur die Standardinstrumente. Ihr Musikgenre ist Pop Rock und erinnerte mich an Bands wie 77 BOMBAY STREET oder GARDENER AND THE TREE.

Es hatte leider sehr wenige Leute im Saal, welche umso grössere Freude hatten an der Musik.

RIVAL war die zweite Band des Abends und bestand aus drei Leuten. Ihr Auftritt und Erscheinung erinnerte mich an eine Highschoolband aus dem Jahre 2000. Der Sänger musste seine Gitarre stimmen und clever wie er war, sprach er mit dem Publikum über Tokio, worüber auch sein anschliessendes Lied handelte. Ihre Musik glich SLEEPING WITH SIRENS.

Anschliessend ging es weiter mit der Punkband SKULLES. Sie waren die erste Band, die ein weibliches Mitglied hatten, welche am Bass überzeugte. Die einfachen Refrains konnten alle mitsingen und brachte Energy in die Crowd. Als einzige Band des Abends hatten sie deutsche Texte. Leider war die Stimme schlecht abgemischt und ging deshalb etwas unter. Jedoch hatte die Band soviel Power in den Liedern, dass es dennoch Freude bereitete.

Die grösste Fanbase brachten PATER ILTIS mit sich. Sie hatten dadurch einen grossen Vorteil. Musiktechnisch brachten sie auch einiges mit sich. Alle hatten lange Haare und Vollbart. Der Sänger hatte ne hohe, kräftige Stimme, die perfekt in ihren Rockstyle passte.

Trotz etwas angekratzter Stimme zog der Sänger das Ganze durch. Er brachte sogar seine Oma mit sich.

Nahtlos ging es weiter mit der Rockband ZLEEPING ELEPHANTS. Sie brachten nicht nur wilde Songs, sondern auch ruhige mit akustischer Begleitung.

Mitten im Auftritt hatten sie technische Schwierigkeiten. Doch sie wussten sich gut zu helfen und brachten mit einigen Änderungen den nächsten Song. Von SKULLES bekamen sie einen Gitarrengurt zu verfügung und von MIRKWOOD SPIDERS die komplette Gitarre.

Nun gab es einen extremen Stylebruch, Gitarre und Schlagzeug wurden von einem PC ausgetauscht. MORROW & MOONYP sind drei Jungs, die New School Rap auf der Bühne performten.

Sie hatten viele Freunde mitgebracht, die sie lautstark und hüpfend unterstützen. Es war sehr überraschend und schwer darüber zu urteilen da man nicht mit dem gerechnet hatte wenn alle andern Bands in Richtung Rock gingen. Für zwei Lieder nahmen sie noch eine Frau auf die Bühne die mit ihrer Stimme das Trio ergänzte.

Den Abschluss machte MIRKWOO SPIDERS, welche aus Graubünden angereist kamen. Sie überzeugten mit ihren Instrumentale Skills. der Sänger sang nicht viel, aber er hatte eine energiegeladene Stimme. Sie wurden von PATER ILTIS unterstützt und gross gefeiert. Doch auch bei der Juroren waren sie die Favoriten.

PATER ILTIS, ZLEEPING ELEPHANT und MORROW & MOONYP kamen durch die Jury und das Publikumsvoting weiter. MIRKWOOD SPIDERS kam mit der Wild-Card der Jury in die nächste Runde.

Wir danken dem Veranstalter, dass wir dabei sein durften.