SAXON – „Thunderbolt“ am 02.02.2018

Biff Byford und seine Kumpanen verschwenden 2018 keine Zeit. Erst knallen sie uns anfangs Februar „Thunderbolt“ vor den Latz und dann walzen sie Ende Februar und im März Europa ein erstes Mal nieder…

NWOBHM at ist best aus UK, zuhause bei Militia Guard


danny@rocknews | Weihnachten ist 2018 am 2. Februar, definitiv! Wer mich kennt weiss, dass ich seit meinem achtzehnten Lebensjahr SAXON-Fan bin. Seit beinahe vierzig Jahren bis ich also berufen, SAXON zu loben oder zu verdammen – eine Instanz quasi.

Dass ich durchaus objektiv zugange bin, kann man daran sehen, dass die Männer von mir nicht immer eine 10 erhalten. Zudem sind meine Ansprüche seit „Battering Ram“ extrem hoch. Da haben die Jungs gezeigt, dass sie es auch nach bald vierzig Bühnenjahren noch drauf hat. Und wer die Jungs in den letzten zwei, drei Jahren live erlebt hat weiss, dass sie auch da eine mehr als ordentliche Hausnummer sind.


Das Album

SAXON haben sich bei „Thunderbolt“ nicht neu erfunden, sich auch nicht von ihrem typischen Sound abgewandt. Sie spielen immer noch New Wave Of British Heavy Metal – und zwar in seiner besten Form.
Die Scheibe drückt ordentlich. Wenn du das entsprechende Equipment hast – kühlschrankgrosse Boxen mit ordentlichem Verstärker – und dann diesen grossen Regler, auf dem „Volume“ draufsteht, mal ganz ordentlich nach rechts drehst, weisst du, was ich meine.
Auch beim 22-igsten Album spielen die Männer ohne Schnörkel, ohne intellektuellen Überhang. SAXON sind eine straighte Metalband, nicht mehr und nicht weniger.
Ich gebe es unumwunden zu – an „Battering Ram“ kommt „Thunderbolt“ nicht ran – dennoch ist die Scheibe fett und knackig.


Reinhören

Anspieltipps gefällig? Wer SAXON mag, liebt ihre pompösen Auftritte. Doug Scarratt und Paul Quinns fette Gitarrenwände, Nigel Glocklers präzisen Drumbeats und „Biff“ Byfords eindringlichen Gesang mit dem unverkennbaren Vibrato.

Ein gutes Beispiel ist der Vampirwalzer „Nosferatu“. Die Geschichte dazu? Scheiss drauf, wen interessieren Texte, wenn man ein solche geiles Gitarrensolo haben kann, wie es nach gut 2:45 Minuten durch den Äther hallt. Deine Ohren schmerzen? Dann stimmt die Lautstärke!

Ein wenig haben sich die Jungs aber schon neu erfunden. Ich konnte nicht herausfinden, wer die Stimme singt, es könnte aber Johan Hegg von AMON AMARTH sein, der „Predator“ eine Death-Metal-Note verleiht – ein Stück heftigen, powervollen Metals. Auch die Gitarrenparts erinnern mich an meine Vikingmetal-Helden.

Und dan gibt es auch noch diese Nummer, welche die Briten dem verstorbenen Lemmy und seine Band MOTÖRHEAD widmen. Wie könnte der auch anders heissen als „They Played Rock’n’Roll“. Geschrieben wurde das Vollgasbrett übrigens von Basser Nibbs Carter. Was für eine Ode an eine Legende!


Fazit

„Thunderbolt“ wird nicht das beste SAXON-Album aller Zeiten. Die haben die Jungs mit „Battering Ram“ und „Heavy Metal Thunder“ schon geschrieben.
Aber „Thunderbolt“ gehört nicht nur bei SAXON-Fans ins Regal, es schmückt jede ernstzunehmende Heavy-Metal-CD-Sammlung.

Du kannst es auch lassen, aber du bist selber schuld! 


Lineup

Gesang | Peter „Biff“ Byford
Bass | Tim „Nibbs“ Carter
Gitarre | Doug Scarratt
Gitarre | Paul Quinn
Schlagzeug | Nigel Glockler


Tracklist 
1.       Olympus Rising
2.       Thunderbolt
3.       The Secret of Flight
4.       Nosferatu (The Vampires Waltz)
5.       They Played Rock and Roll
6.       Predator
7.       Sons of Odin
8.       Sniper
9.       A Wizard’s Tale
10.    Speed Merchants
11.   Roadie’s Song
12.   Nosferatu (Raw Version)*
*not available on vinyl 

„Thunderbolt-Tour Part One (zweiter Teil folgt, dann wohl auch mit Schweizer Gig)
Fri February 23 – UK, Cardiff University
Sat February 24 – UK, Cambridge Corn Exchange
Sun February 25 – UK, Hull City Hall
Tue February 27- Holland, Tilburg 013


Wed February 28 – Germany, Saarbruecken Garage
Thu March 1 – Germany,  Hannover Capitol                                
Fri March 2 – Germany,  Frankfurt Batschkapp               
Sat March 3 – Germany, Dresden Schlachthof     


 

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